Stand: Juni 2026
Typklassen und Regionalklassen:
Risikobewertung nach Fahrzeug und Wohnort
Zwei wichtige Faktoren für den Kfz-Versicherungsbeitrag, die der Versicherungsnehmer selbst kaum beeinflussen kann: die Typklasse des Fahrzeugs und die Regionalklasse des Zulassungsorts.
Typklassen
Jedes in Deutschland zugelassene Fahrzeug erhält eine Typklasse – getrennt für Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko. Die Typklasse basiert auf Schadensstatistiken: Wie oft und wie teuer wurden Fahrzeuge dieses Typs in der Vergangenheit beschädigt oder gestohlen? Fahrzeuge mit vielen und teuren Schäden haben höhere Typklassen und damit höhere Prämien.
Die Typklassen werden jährlich vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aktualisiert. Versicherungsnehmer können die Typklasse ihres Fahrzeugs beim GDV oder über öffentliche Datenbanken einsehen.
Regionalklassen
Der Zulassungsort des Fahrzeugs (Postleitzahl/Landkreis) bestimmt die Regionalklasse. Regionen mit höherer Unfallhäufigkeit, mehr Diebstählen oder teurerem Schadensniveau haben höhere Regionalklassen. Großstädte haben tendenziell höhere Regionalklassen als ländliche Gebiete – mit Ausnahmen je nach Schadensstatistik. Die Regionalklassen werden ebenfalls jährlich vom GDV aktualisiert.
Warum zwei identische Fahrzeuge unterschiedliche Prämien haben
Ein Fahrzeug in München hat eine andere Regionalklasse als dasselbe Modell in einer kleinen Gemeinde in Sachsen. Typklasse (Fahrzeugmodell) bleibt gleich; Regionalklasse (Standort) unterscheidet sich. Daraus ergibt sich unterschiedliche Prämie – obwohl der Fahrer und das Fahrzeug identisch sind.
Einfluss auf die Gesamtprämie
Typklasse und Regionalklasse sind zwei von mehreren Faktoren. → Alle Beitragsfaktoren im Überblick